Hüftprothese

Was ist eine Hüftprothese?

Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen Hüftgelenksersatz. Bei der Operation wird der verschlissene Gelenkkopf (Femurkopf) und die Oberfläche der Gelenkpfanne (Acetabulum) ersetzt. Hierdurch läßt sich eine schmerzfreie Gelenkfunktion wieder herstellen.

Die Hüftgelenksprothese besteht grundsätzlich aus den folgenden Komponenten:

  1. Pfanne
    • Zementfrei
    • Zementiert
    • Rekonstruktionsschalen
  2. Pfanneneinsatz (Inlay)
    • Keramik
    • Hochvernetztes Polyethylen
  3. Schaft
    • Kurzschaft
    • Normalschaft
    • Langschaft
    • Zementfrei
    • Zementiert
    • modulare Schaftprothese
  4. Kopf
    • Keramik
    • Metall

 

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Röntgenbild einer Kurzschaftprothese auf der mit "L" markierten linken Seite

Welcher Patient kommt für eine Hüftprothese in Frage?

Bevor ein Gelenkersatz mit einer Hüftprothese durchgeführt wird, sollten konservative (nicht operative) Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Sollten sich hiernach verbleibende Beschwerden zeigen, wird der Gelenkersatz in einem ausführlichen Gespräch diskutiert. Das Alter des Patienten spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.

Auch Gelenke mit bereits fortgeschrittenem Verschleiß und eventuell bestehender Bewegungseinschränkung lassen sich durch diese Therapieform sehr gut behandeln.

Ob der Gelenkersatz eine mögliche Therapieoption bei Ihnen darstellt, sollte in einem ausführlichen Gespräch und anhand der durchgeführten Untersuchung, sowie anhand der Veränderungen im Röntgenbild besprochen werden.


Was sind Gründe für eine Hüftprothese?

Ein Verschleiß des Hüftgelenks sollte abhängig des Grades erst einmal mit einer konservativen (nicht operativen) Therapie behandelt werden. Sollte sich aber das Ergebnis der konservativen Therapie als nicht zufriedenstellend zeigen, ist die Implantation einer Hüftprothese eine mögliche Therapieoption. Ausschlaggebend hierfür ist Ihre Einschränkung im Alltag.

Neben dem primären Verschleiß des Gelenkknorpels kann auch ein sekundärer Verschleiß durch bspw. vorausgegangene UnfälleInfektionenangeborene Fehlstellungen (Dysplasie) oder auch Knochennekrosen ein Grund für einen Gelenkersatz darstellen.

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Röntgenbild einer angeborenen Hüft-Reifungsstörung (Hüftdysplasie) auf der linken Seite

Wie läuft die Behandlung ab?

Sie werden am Tag vor der geplanten Operation stationär aufgenommen. An diesem Tag finden die chirurgischen und anästhesiologischen Aufklärungsgespräche statt. Des Weiteren erfolgt eine Blutentnahme und es werden ggfs. ergänzende geeichte Röntgenbilder angefertigt.

Anhand der geeichten Röntgenbilder wird für Sie individuell die Prothesengröße und der Prothesensitz anhand eines Planungsprogamms ermittelt. Dies ermöglicht einen optimalen Sitz der Prothese. Bestehende Beinlängenunterschiede werden so ebenfalls berücksichtigt und in die Operationsplanung aufgenommen.

Am Operationstag verbleiben Sie bis zur Operation nüchtern (kein Essen und 

Trinken). Die Operation selbst erfolgt minimalinvasiv. Noch im Operationssaal werden Röntgenbilder angefertigt um sofort den einwandfreien Prothesensitzes zu kontrollieren.

Am Nachmittag des Operationstages erfolgt ein ausführliches postoperatives Gespräch.

Auf Grund der Operationsart darf nach der Operation das operierte Bein 

grundsätzlich sofort voll belastet werden.

Die enge Zusammenarbeit mit der anästhesiologischen Abteilung  ermöglicht eine optimale Schmerztherapie während des Krankenhausaufenthaltes.

Des Weiteren erfolgt unmittelbar nach der Operation eine individuelle 

Nachbehandlung durch die versierten Kollegen der Physiotherapie. Anhand eines speziellen Nachbehandlungsplans wird die Beweglichkeit der operierten Hüfte wiedererlangt und ein harmonisches, flüssiges Gangbild erarbeitet.

Im Anschluß an den stationären Aufenthalt wird eine Reha (Rehabilitation oder auch Anschlussheilbehandlung genannt) durchgeführt. Diese wird bereits während des stationären Aufenthalt durch die Kollegen des Sozialdienstes in Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse beantragt. Die Reha kann nach Ihren Wünschen sowohl stationär in einer Reha Einrichtung oder auch ambulant erfolgen. Die Ergebnisse der stationären und ambulanten Reha sind hierbei vergleichbar.

Im Anschluß an die durchgeführte Reha erfolgt eine erneute Nachkontrolle in meiner Sprechstunde. Hierbei wird neben einer ausführlichen Nachbesprechung eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Neben der Bewegungsprüfung wird auch die stabilisierende Muskulatur geprüft. Anhand dessen werden gezielte Physiotherapie Einheiten verschrieben um letzte Defizite auszugleichen.

 

 

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Beispiel einer präoperativen zementfreien Hüftprothesen-Planung auf der mit "L" markierten linken Seite

Die Dauer der Behandlung:

Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt in etwa 6-10 Tage.

Die anschließende Reha dauert in etwa weitere 3 Wochen. Hiernach ist die Mobilität weitestgehend wieder hergestellt.

Sollten sich in der Nachkontrolle (s.o.) eventuell bestehende Dysbalancen zeigen, werden diese durch gezielte physiotherapeutische Anwendungen ausgeglichen.

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